Mittwoch, 15. Januar 2025

Oberbürgermeister der LHP im Bürgerbeirat SACROW___BBfS am 12.o2.2024

AG "Umwelt & Natur" der BI „Schützt Potsdam e.V.“ 


Unterstützung beim Gewässerschutz und zum Erhalt des NSG

 „Königswald und Sacrower See“


Kurzfristige Ziele (2024 - 2025):

Ø Umsetzung der Erhaltungsmaßnahmen des FFH-Managementplanes Nr.29 

zur Aufrechterhaltung seines „guten Erhaltungsgrades“ durch Entschlammung

 des Schiffgrabens und Verringerung der Nährstoffbelastung im Sacrower See 

(Vgl. Maßnahmen- Empfehlungen bzgl. der Strukturgüte des LRT 3150MP-FFH-29: MLUK,2021, S. 112 ff und S. 124/125).

Ø Rückbau der ehemaligen DDR-Grenzanlagen und naturnahe Öffnung des Gemündes (Renaturierung der Mündung des Schiffgraben gem. Empfehlung der UNB bzw. UWB) 

Ø Verjüngung des Grabenprofils zur Erhöhung der Strömungsvitalität

des aquatischen und amphibischen Lebensraums „Schiffgraben“.

Ø Wiederherstellung des Rückhaltebauwerkes mit Fischwandertreppe 

und Erneuerung des (Röhren-)Durchlasses unter dem Damm Kladowerstrasse 

mittels einer Tunnellösung zum Erhalt des ökologischen Biotop-Verbundes 

und der semiterrestischen Passierbarkeit für diverse geschützte Tierarten 

wie bspw. Fischotter, Biber und Steinbeißer, Knoblauchfrosch und Moorkröte 

im Gewässer-Verbund „Havel/Sacrower Lanke – Schiffgraben – Sacrower See“.


Mittelfristige Ziele (2025/2026 f) :

Weitere Minimierung der Nährstoffbelastung im Sacrower See

durch Wieder-Inbetriebnahme der Tiefenwasserbelüftungsanlage (TWB)

bzw. Ersetzung durch moderne und innovative, solargetriebene Technologien 

(entsprechend der Maßnahmen-Empfehlung des FFH-MP-29: LfU, 2021, S. 112)


Langfristiges Ziele (2027 ff) :

Etablierung eines nachhaltigen Niedrigwasser-Management samt Hochwasserschutz 

für den LRT 3150 im NSG: „Sacrower See und Königswald“

(vgl. Axel Vogel, 2021: Landesniedrigwasserkonzept) gemäß den Ergebnissen der Machbarkeits- und Konzept-Studie des „DIALOGVERFAHRENS“ zum Sacrower See 

und Groß Glienicker See (LHP/GB 4 + BA Spandau; MLUK , Bbg. & Sen UMVK, Berlin)


ANFRAGE an die Landesregierung Brandenburg: (Stand: 31. Mai 2024)

1.) Ist es richtig, daß das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) in der derzeitigen Legislaturperiode zur Erhaltung und Stabilisierung der Seen in Groß Glienicke und Sacrow und ihrer sie speisenden Grundwasserleiter noch keinerlei finanzielle Fördermittel aus europäischen Finanzmitteln beantragt hat?

2.) 
a) Welche Maßnahmen erfolgen derzeit, um dem weiteren Absinken der gemeinsamen Grundwasser-Leiter des Sacrower Sees und des Groß Glienicker Sees und dem Absinken der Seenspiegel der beiden Oberflächengewässer entgegen zu wirken und somit zugleich dem Verschlechterungsverbot der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und der EU-Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) für den FFH-Lebensraumtyp 3150 Genüge zu tun? 

b) Bitte die jeweiligen Maßnahmen oder Maßnahmen-Planungen einzeln, incl. ihres jeweiligen (ggf. geplanten) Realisierungszeitraumes, der dafür verantwortlichen Fachabteilungen im MLUK und/oder Ihrer nachgeordneten Behörden und der Kosten detailliert aufführen.

3.) 
a) Welche Maßnahmen und Empfehlungen zur Realisierung von Erhaltungs- oder Entwicklungszielen für den Sacrower See und den Groß Glienicker See sollten nach Ansicht des Ministeriums und seiner nachgeordneten Naturschutz- und Wasserbehörden (incl. Landesamt für Umwelt; Untere Wasserbehörde der Landeshauptstadt Potsdam (LHP); untere Naturschutzbehörde der LHP), von der geplanten „Machbarkeitsstudie zum Groß Glienicker- und Sacrower See“ (des Bezirkamts Spandau & der Landeshauptstadt Potsdam – vertreten durch das Kommunale Nachbarschaftsforum Brandenburg (KNF) …) in Hinblick auf Ihre Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Wirkmächtigkeit abgeprüft werden?

b) Werden dabei auch Maßnahmenempfehlungen aus dem FFH-Managementplan des FFH-Gebiet Nr. 3544-303 (MLUK, 2022) zum Erhaltungsgrad und zur Entwicklung des LRT 3150, Sacrower See und Schiffgraben, sowie angrenzender Kleinstmoore und Feuchtgebiete in diesem NATURA-2000-Gebiet geprüft?

c) Aus welchen Förderrichtlinien (Bundesebne; europäische Ebene; Landesebene, kommunale Ebene) stehen dafür Fördermittel zur Verfügung?

d) Wer ist der Ansprechpartner, mit dem das MLUK auf Berliner Seite in Hinblick auf Maßnahmen für den Groß Glienicker See zusammenarbeitet?

4.)
a) Gibt es - aus Sicht des Ministeriums - europäische Fördermittel oder Fördermittel des Bundes (incl. Flora-Fauna–Habitat-Richtlinien & Natura-2000-Mittel; Mittel zu Klimaanpassungsstrategien o.ä.), um zur Erhaltung und Stabilisierung des Groß Glienicker See und des Sacrower See eingesetzt zu werden?

b) Wenn dem Ministerium solche europäischen, bundesdeutsche oder landesweite Fördermittel bekannt sind, warum sind diese bisher nicht beantragt worden? 

5.)
a) In welchem Zeitraum ist nach derzeitigem Kenntnisstand des Ministeriums die (europaweite) Ausschreibung der unter 3 a) genannten, geplanten „Machbarkeitsstudie Groß Glienicker und Sacrower See“ seitens des Kommunalen Nachbarschaftsforum KNF e.V. vorgesehen?

b) Welche Kriterien führten dazu, das KNF e.V. mit der Ausschreibung dieser Machbarkeitsstudie zu beauftragen?

c) Wie hoch sind die finanziellen Aufwendungen seitens des MLUK an das KNF e.V.,
    um die Ausschreibung der Machbarkeitsstudie zu vergüten?

d) Wann erfolgt die finale Vergabe der Studie und durch wen? 

e) Welche Zeitspanne wird das sich bewerbende Konsortium für die Durchführung der Untersuchung und die Präsentation der Ergebnisse in der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt bekommen?

f) In welchem Zeitraum wird dann eine Umsetzung der in der o.g. Machbarkeitsstudie empfohlenen wasserrechtlichen, naturschutzfachlichen und sonstigen Erhaltungs- und Entwicklungs-Maßnahmen zum Gewässerschutz im Einzugsgebiet des Sacrower und Groß Glienicker Sees und erfolgen?

6.) 
Ist er richtig, dass die Tiefenwasserbelüftungsanlage (TWB)  im Sacrower See aus Kostengründen (bspw. wg. der jährlichen Stromkosten für die Unterhaltung) Ende der Neunziger Jahre bereits wieder abgeschaltet wurde, obwohl vom Institut für Binnenfischerei (IfB) erwiesenermaßen erste positive Wirkungen auf die unteren Tiefenschichten des Gewässers festgestellt werden konnten?

Mittwoch, 3. April 2024

Einladung zur Ordentlichen Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative „Schützt Potsdam e.V.“ 12. April 2024

Ort: Café Heider, Friedrich-Ebert-Strasse 29, 14467 Potsdam 

Uhrzeit: 18:00 - 21:00 Uhr

E-Mail-Anmeldung: Für die Vorbereitung seitens des Restaurants wird um vorherige Anmeldung Ihrer Teilnahme bis zum 1.3.2024 gebeten unter BIPotsdam@email.de Tagesordnung: 

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