Einleitung: Worum
geht‘s?
Wasser ist elementar für mensch- Den Policy Brief können
liches Leben, natürliche und land- Sie hier herunterladen:
wirtschaftlich genutzte Ökosys-
teme sowie für viele weitere ge-
sellschaftliche und wirtschaftliche
Bereiche. Der Klimawandel ver-
ändert sowohl die Verfügbarkeit
als auch die Qualität von Wasser,
insbesondere durch Veränderun-
gen der Verdunstungsrate sowie
der Häufigkeit und Intensität von
Niederschlägen und in der Folge
von Dürren oder Überschwem-
mungen. Dies birgt zahlreiche Ri-
siken für die Vielzahl gesell-
schaftlicher Bereiche, in denen
Wasser eine wesentliche Rolle
spielt.
Hier setzte das Forschungspro-
jekt „Climate and Water under
Change – CliWaC“ an. CliWaC
untersuchte das Ausmaß was-
serbezogener Risiken des Kli-
mawandels in der Region Berlin-
Brandenburg und entwickelte An-
sätze, wie diese zukünftig adres-
siert werden können. Eine von
drei Fallstudien war dabei das
hydrogeologische System des
Groß Glienicker und des
Sacrower Sees, das angesichts
des Rückgangs der Wasserspie-
gel nicht nur besonders vom Kli-
mawandel betroffen ist, sondern
durch seine Lage an der Lan-
desgrenze zwischen Berlin und
Potsdam auch aus politisch-
administrativer und gesellschaft-
licher Sicht vor besonderen Her-
ausforderungen steht.
In einem innovativen methodi-
schen Ansatz hat CliWaC sozial-
und naturwissenschaftliches so-
wie praktisches Fachwissen von
Wissenschaftler*innen und Sta-
keholdern zusammengebracht,
um Anpassungsoptionen gegen-
über den Auswirkungen des Kli-
mawandels zu entwickeln. Das
Zusammenspiel von Wasser-
haushalt und Gesellschaft am
Groß Glienicker und Sacrower
See wird dabei explizit als sozial-
hydrologisches System verstan-
den, in dem sich hydrologische
und gesellschaftliche Prozesse
auf komplexe Weise wechselsei-
tig beeinflussen.
Einleitung: Worum
geht‘s?
Wasser ist elementar für mensch-
liches Leben, natürliche und land-
wirtschaftlich genutzte Ökosys-
teme sowie für viele weitere ge-
sellschaftliche und wirtschaftliche
Bereiche. Der Klimawandel ver-
ändert sowohl die Verfügbarkeit
als auch die Qualität von Wasser,
insbesondere durch Veränderun-
gen der Verdunstungsrate sowie
der Häufigkeit und Intensität von
Niederschlägen und in der Folge
von Dürren oder Überschwem-
mungen. Dies birgt zahlreiche Ri-
siken für die Vielzahl gesell-
schaftlicher Bereiche, in denen
Wasser eine wesentliche Rolle
spielt.
Hier setzte das Forschungspro-
jekt „Climate and Water under
Change – CliWaC“ an. CliWaC
untersuchte das Ausmaß was-
serbezogener Risiken des Kli-
mawandels in der Region Berlin-
Brandenburg und entwickelte An-
sätze, wie diese zukünftig adres-
siert werden können. Eine von
drei Fallstudien war dabei das
hydrogeologische System des
Groß Glienicker und des
Sacrower Sees, das angesichts
des Rückgangs der Wasserspie-
gel nicht nur besonders vom Kli-
mawandel betroffen ist, sondern
durch seine Lage an der Lan-
desgrenze zwischen Berlin und
Potsdam auch aus politisch-
administrativer und gesellschaft-
licher Sicht vor besonderen Her-
ausforderungen steht.
In einem innovativen methodi-
schen Ansatz hat CliWaC sozial-
und naturwissenschaftliches so-
wie praktisches Fachwissen von
Wissenschaftler*innen und Sta-
keholdern zusammengebracht,
um Anpassungsoptionen gegen-
über den Auswirkungen des Kli-
mawandels zu entwickeln. Das
Zusammenspiel von Wasser-
haushalt und Gesellschaft am
Groß Glienicker und Sacrower
See wird dabei explizit als sozial-
hydrologisches System verstan-
den, in dem sich hydrologische
und gesellschaftliche Prozesse
auf komplexe Weise wechselsei-
tig beeinflussen.
Schlüsselergebnisse:
●● Sinkende Wasserstän-
de, steigender Nutzungs-
druck und schleppende
Verwaltungsprozesse be-
einträchtigen bereits heute
die Leistungsfähigkeit des
sozial-hydrologischen Sys-
tems der beiden Seen.
●● Künftige Herausforde-
rungen durch den Klima-
wandel, schädliches Nut-
zungsverhalten und fehlen-
de Governancekapazitäten
drohen die Systemresilienz
weiter zu verschlechtern.
●● Die gezielte Wasserein-
leitung ins Einzugsgebiet
wird als aussichtsreiche
Maßnahme zur Resilienz-
steigerung bewertet – im
Gegensatz zu umstrittenen
Entnahmebeschränkungen.
●● Eine bessere Steue-
rungs- und Kooperationsfä-
higkeit, besonders im Dia-
log mit der lokalen Bevölke-
rung, ist entscheidend für
eine klimaresiliente Trans-
formation des Systems.
Ju
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