Dienstag, 24. September 2013

Zeit nutzen, in Aktivitäten nicht nachlassen, die Region vor dem Schlimmsten schützen


Newsletter  09/2013

Zeit nutzen, in Aktivitäten nicht nachlassen, die Region vor dem Schlimmsten schützen

Hier ein kurzer Rückblick auf die
Demo am 7.9. vor dem Kanzleramt „Schall und Rauch abwählen“ an der leider nur ca. 1000 Demonstranten teilgenommen haben.
sie  richtete sich inhaltlich gegen
·       Verkehrslärm,
·       Umweltschädigung,
·       ausufernde Großprojekte,
·       eine falsche Subventionspolitik pro Flugverkehr zu Lasten der Bahn,
·       vernachlässigte Verkehrsinfrastruktur sowie die abweisende Reaktion der Politik auf Bürgermitsprache bei diesen Themen. 

Die Redebeiträge kamen von:
Martin Delius, Vorsitzender des BER-Untersuchungsausschuss
Michael Cramer, verkehrspolitischer Sprecher im EU-Parlament
Kerstin Meier, Verkehrsclub Deutschland
Prof. Dr. med. Hans Behrbohm, FBI, HNO-Arzt, Umweltmediziner
Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands
und können von unserer Homepage  www.bipotsdam.de abgerufen werden.

Hier noch einmal Informationen zu den  Flugrouten:

Abflugrouten , Blankenfelde-Mahlow
Am 20.9.2013  hat das OVG (Oberverwaltungsgericht) Berlin der Klage von Blankenfelde-Mahlow  teilweise statt gegeben. D.h. Flugzeuge, die von der Nordbahn nach Westen starten, können in der Zeit von 22 – 6 Uhr nach Norden abbiegen und damit Blankenfelde- Mahlow teilweise umfliegen. Dadurch werden mit Sicherheit die Gemeinden Großbeeren, Teltow und Berlin –Lichtenrade stärker vom Fluglärm gerade in der Nacht betroffen sein. Blankenfelde-Mahlow  will auf dem Klageweg die Nordumfliegung  auch für die restliche Tageszeit erreichen. Welche Auswirkungen  für Potsdam und Umgebung zu erwarten sind, ist zur Zeit noch nicht abzusehen aber der Fluglärm kommt näher.

 Wannseeroute
Zur Erinnerung: die Wannseeroute  ist von dem Berliner OVG Wannseeroute nur mit der Begründung nicht genehmigt worden, weil sie über den Forschungsatomreaktor in Berlin- Wannsee führt. Es ist zu erwarten, dass der Vorhabensträger  gegen dieses Urteil Einspruch einlegen wird.

Weitere Informationen zu den Flugrouten

Flugrouten sind auf den Landkarten Linien, aber in der Realität bis zu ca. 3 km breite Korridore mit einem Lärmteppich, der je nach Flughöhe noch wesentlich breiter sein kann. Außerdem kann von den Flugrouten  abgewichen werden,  wenn der Pilot ab einer Flughöhe von 5000 ft , entspr.1550 m Flugfreigabe beantragt.
Ebenso sind Flugrouten „flüchtig“, das heißt, man kann sich nicht sicher sein, dass ihre Führung so bleibt, wie sie  heute genehmigt sind, siehe Klage der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow . Je nach Interessenlage der Wirtschaft und Politik  und der Kraft und Einsatz der Gesellschaft  -also wir- können sie immer wieder auch zu unserem Nachteil verändert werden.
Die Zeit, die wir Betroffene in spe noch haben, bis der BER eröffnet wird, dürfen wir nicht tatenlos  verstreichen lassen. Mitarbeit auf breiter Ebene und Spenden sind für den Erfolg der Arbeit in den
BI`s notwendig. Die Teilnahme an Demos sollte für jeden, der in der vom Fluglärm betroffene Region lebt, selbstverständlich sein.

Abschließend eine Erkenntnis von Matthias Schubert , Vorsitzender der BI Kleinmachnow gegen Flugrouten im Zusammenhang mit dem OVG-Urteil vom 20.9.2013 : „Erneut zeigt es sich, dass Schönefeld der falsche Standort für den Flughafen ist." Jeder, der im Radius von 25 Kilometer um den BER wohnt, solle sich an den Demos für eine Erweiterung des Nachtflugverbots zu beteiligen. Bislang ist vorgesehen, dass der reguläre Flugbetrieb nur zwischen 0 und 5 Uhr untersagt ist.“

Axel Maas

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